⌂ Igor Korol

Mal mal lieber ehrlich! Dann wirst du schon sehen! 

Malerei ist im Grunde eine gänzlich ehrliche und genau deshalb schwere Sache. Es kommt jedoch oft vor, sich diese schwere weil ehrliche Aufgabe, einfach zu machen. Zum Beispiel indem man von einem anderen Maler abkupfert. Dies nennt sich im Fachjargon der Maler (welche dies tun), schlicht „zitieren“.

Wenn du es ehrlich versuchst und das malst was dir in dem Moment einfällt wenn du vor der Malfläche stehst, wirst du, falls du es tatsächlich schaffst dich selbst zu durchschauen beim zurückgreifen auf die vielen Tricks, welche du unterbewusst bereit bist anzuwenden um diese anstehende, herausfordernde Aufgabe zu umgehen, so wirst du sehen wie schwierig malen wirklich ist.

Hier gilt: Je ehrlicher du deinem Weg folgst, desto mehr kommt Sicherheit und desto einfacher wird es dir fallen das malen, denn die Übung macht den Meister!

Wie Glücklich und gesegnet Kinder beim malen sind. Sie sind nicht in der Lage sich Dinge zurecht zu legen und schon gar nicht bewusst. Sie malen eifach. Die weisse Fläche ist für sie nichts feindseliges, sondern etwas wohlwollendes und anziehendes. Sie entspricht ihrem Geist der rein ist wie das Blatt Papier und so bilden sie, mit ihren Möglichkeiten, ihr innerstes darauf ab. Sie sehen sogleich das entstehende Gute und Reine und nehmen es im Gegenzug wieder in sich auf. Die Belohnung für ehrlich gemaltes wird dir im selben Augenblick zurückgeworfen von der Fläche, in das Auge des Malenden, genau so ehrlich wie du es der Fläche gegeben hast. Somit potentiert diese selbiges dem gebenden Geist und belohnt diesen eben damit. Jedem Maler sollte man einen solchen Prozess wünschen.

Und wie sehr unterscheidet sich ein solches Geschehen von dem eines erdachten und konstruierten Malens? Was wird bei solchen Prozessen zum Maler zurückgeworfen? Es sind ebenfalls die, bewusst oder unbewusst, gewählten Attribute. Es ist auch hier eine Multiplizierung der Methode seines Vorgehens. Ein konstruiertes, ausgedachtes und erzwungenes Malen setzt an einem anderem Punkt an. Der Ausgangswert, die Wahl der Methode, spiegelt ins Tausendfache (bei häufiger Tätigkeit), das Geschehen. Wie die ehrliche Art und Weise sich selbst belohnt, täuscht die unehrliche Art und Weise das Auge des Malers auf dem Weg zu eigener Sprache um das Vielfache. Ich rate dir deshalb mal ehrlich falls du das Geschenk der eigenen Bildsprache entdecken willst.

Drum mal mal lieber ehrlich!


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