⌂ Igor Korol

Mich inspiriert und beeinflusst unter anderem stark die Tanzform „Breakdance“ gennant. Als ehemaliger Graffiti Sprayer habe ich einen Bezug zur Hip Hop Szenen der 90er Jahre. Zu der damaligen Zeit war Hip-Hop die Hippie Bewegung meiner Generation. Es gab drei grosse Elemente. Musik, Tanz und die visuelle Form, Graffiti genannt. Musik wurde repräsentiert durch Rap oder eben Hip-hop Musik, zum musikalischen Teil der Kultur gehörte auch das Dj-ing und das Beatboxing. Graffiti war wie gesagt die Visuelle Ausdrucksform, welche mir entsprach weil ich darin Talent hatte und da war noch das Funky Breakdance und auch eine weitere Form, der Electroboogie. Eine Art „Roboter-Tanz“, wobei der Tänzer verblüffende Bewegungen macht, welchen das Auge kaum folgen kann und welcher deshalb so faszinierend und magisch wirkt. Zum Beispiel der Weltberühmte Moonwalk vom Michal Jackson ist ein Element von Electroboogie. Dies also waren die getanzten Formen des Hip Hop. Zu bestimmt 90 Prozent hat jeder der sich damals Hip-Hopper nannte eine dieser kreativen Formen ausgeübt. Es war ein ungeschriebenes Gesetzt das jeder der sich Hip-Hopper nannte auch ehrenhalber dem Hip-hop verpflichtet war etwas gutes zu diesen kreativen Formen beizutragen. Unsere Kredos waren Sprüche wie, Stop the Violance oder Peace, Love and Harmony, was man sich Heutzutage zugegebener massen schwer vorstellen kann denkt man an Hip-Hop. Rap Musik hat in der Zwischenzeit die Welt längst erobert. Sie ist jedem ein Begriff und nicht mehr wegzudenken. Aus Graffiti ist unter anderem Streetart geworden, womit es sich ein positives Image verpasst hat, um so mittlerweile die grössten Galerien und Museen der Welt zu erobern, siehe Banksy. Und im Jahr 2019 ist B-Boying, wie Breakdance auch genannt wird, aus meiner Sicht, erstens so gut wie es niemals zuvor war und zweitens, es hat die alten Fesseln und RegeIn, die es zu dem machten was es am Anfang war am stärksten hinter sich gelassen, mehr als Rap und Graffiti, was ich als wunderbar und befreiend empfinde und als ein Zeichen von gutem Fortschritt interpretiere. Viel mehr ist Breakdance heute, es ist ein Repräsentant für freien modernen Tanz und die individuelle Ausdrucksform im besten und positivsten Sinne. Im Internet kann man sich Clips anschauen von diversen Break-Events rund um den Globus. Die Tänzer sind Akrobaten und Künstler mit dem eigenen Körper in Harmonie zur energiegeladenen Musik. Es geht um „Style“ und um „Power“ und um Individualität und Originalität und vieles mehr. Jeder zeigt sein in langem Training erworbenes Können, z.Bsp. in Battles oder Showcases oder sonstigen Events. Dies mit dem Ziel, neue Bausteine, neue Styles zu erfinden und so den Betrachter zu beeindrucken und zu animieren um seine Idee selbst vorwärts zu bringen. Diese Tricks, diese Kombinationen, diese Figuren die dabei entstehen sind wunderbare Skulpturen in Bewegung. Gepaart mit der Musik entsteht eine einzigartige Energie. Manche meiner Bildskulpturen sind direkt von diesen „Tanz-Formen“, „Tanz-Figuren“ beeinflusst. Zudem bewundere und eifere ich dem Fleiss und der Sorgfalt nach mit welcher die Tänzerinnen und Tänzer ihre Kunst entwickeln. Denn nebenbei gesagt, es ist bei weitem die Trainings und Zeit aufwendigste Form der Hip-Hop Kultur und über die Jahre und Jahrzehnte diejenige, die am wenigsten Ertrag gebracht hat für die fleissigen Tänzerinnen und Tänzer. So! Thx B-Boyz and for tha Checkers, thanks Fly-Girls.

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